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Ali Schwaba powered by MENTON - Allgäu Orient Rallye 2011 – Zum Sieg verdammt!

Ali Schwaba powered by MENTON

Allgäu Orient Rallye 2011 – Zum Sieg verdammt!

Willkommen!

6 unternehmungslustige, neugierige Schwaben aus Reutlingen am Fuße der Schwäbischen Alb machen sich in uralten Autos vom Allgäu quer durch den Balkan gen Jordanien auf den Weg.

Am 30. April 2011 startet  die Allgäu-Orient-Rallye in der 6. Auflage in Oberstaufen im Allgäu.

Verfolgt hier unsere Erlebnisse!

Die Tour

Hier seht ihr die tatsächlich gefahrene Tour (ohne Heimwege, Umwege und Irrfahrten!) 🙂

 

 

Heute nehmen wir die größte Einzeletappe unserer Rallye mit ca. 1.600 Km in Angriff und geben uns so komplett noch den Rest.
Von Sofia über Belgrad – Zagreb – Ljubjana – München kommen wir am frühen Mittwochmorgen gegen halb zwei in Reutlingen an.
Zwischenzeitlich haben wir uns von unserem Chefunterhändler in Sachen „Handeln & Feilschen“ Steffen, in Ulm verabschiedet.

Noch einige müde Umarmungen… und dann wünschen wir uns eine gute Nacht.
 
 
 

 

Mit dem inzwischen bekannten türkischen „Einheitsfrühstück“ verabschieden wir uns am Morgen vom Marmarameer in Richtung Heimat.
Über den Grenzübergang Edirne verlassen wir nach 8! Kontrollstellen nun die für uns alle faszinierende Türkei in Richtung Bulgarien, um gleich wieder nach Griechenland abzubiegen.
Gleich im oberen Zipfel von Griechenland hat Winni gute alte Bekannte aus Reutlinger Zeiten, mit deren Hilfe wir versuchen unsere Autos los zu werden.
Wir finden in Griechenland ein kleines Dörfchen mit lauter alten Ex-Reutlinger Griechen. Es ist schon seltsam, in einem verschlafen anmutenden griechischen Dörfchen lauter „Reutlinger“ und deren Automobile mit RT-Kennzeichen wieder zu finden. Die Freude und natürlich auch die berühmte griechische Gastfreundschaft ist riesengroß.
Nach diesem kurzen Abstecher nach Griechenland geht es weiter gen Heimat auf, nicht ohne den EU Grenzübergang zwischen Griechenland und Bulgarien nochmal in vollen Zügen zu genießen. Wir warten eine Ewigkeit …
Über Plovdiv fahren wir über Landstraßen und auch bald über die Autobahn … ist ja jetzt nicht mehr „verboten“ 😉 nach Sofia. Till hat über eine Bekannte in Sofia eine Bleibe mit „bed and breakfast“ organisiert. Dass dies weit mehr als das ist, zeigt uns das leckere Abendessen, aber vorallem das üppige Frühstück, das wir in der Türkei etwas vermisst hatten.

Steffen, Winni, Achim, Till und Claudia berichten:

Nach gelungener Resozialisierung im Hinterland von Mersin (Duschen, Essen…), sind wir heute früh zur Durchquerung des asiatischen Teils der Türkei aufgebrochen.

Auf den 800 km werden wir mit faszinierenden Landschaftseindrücken belohnt. Zum Höhepunkt überqueren wir pünktlich zum Sonnenuntergang den Bosporus.

Bei unserem Feierabendbier auf dem Balkon des Hotels mit Blick auf das Marmarameer versuchen wir nun, Achim klar zu machen, dass er bald seinen rasanten türkischen Highway-Fahrstil wieder  an deutsche Verhältnisse anzupassen muss.

Ob wir unsere Autos morgen losbekommen und dann einen geschickten Heimflug aus Griechenland/Bulgarien ergattern können, wird sich zeigen.

Bernd:

Kurz nach der Trennung in Tasucu bricht das Heimweh durch und ich beschliesse gen Antalya zum nächsten Flieger zu fahren. Die regennasse Küstenstraße ist spiegelglatt. Kaum 20 Min. gefahren treffe ich auf das verunglückte Team 49. Da Steffen das Auto geräumt hat, ist Platz und ich nehme 2 der gestandeten Frauen an Bord. Die anschließende Vorgabe ist klar: „Wir müssen noch heute Abend in Antalya sein!“ Es liegen noch ca. 350 km Küstenstraße vor uns.

Am nächsten Morgen mache ich mich nach einem gemütlichen Frühstück mit den Informationen „auf der Kiste“ auf den Weg, um den Parkplatz zu finden. Ganz einfach ist es nicht, aber nachdem ich von 4 Leuten den richtigen Tipp habe, finde ich den Parkplatz und dort eine ganze Reihe andere Teams, die ihre Autos abstellen. Abschied vom Auto, das so treue Dienste geleistet hat. Ich schraube die Nummernschilder ab und überlasse das Auto mit Vollmacht und Schlüssel dem Parkplatz.

Mit dem Team „Schnitzel-Alm“ fahre ich zurück zum Flughafen. Dort ist uns Nadir am Zoll zur Hilfe. Wir übertragen die Autos dem türkischen Zoll. Die ganze Prozedur dauert untypisch nur 15 Min.
Ich mache mich auf zum Gate. Der Flieger geht um 20.40 Uhr. Voller Erlebnisse und Erfahrungen komme ich wohlbehalten und pünktlich um Mitternacht auf dem Stuttgarter Flughafen an.

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Zu Tagesbeginn liegt die Nordost-Spitze Zyperns hinter uns. Die Handyverbindung steht stabil und wir können uns endlich wieder mit unseren Angehörigen verständigen. In ein paar Stunden legen wir an und die Irrfahrt auf der (Apo)Calypso hat ein Ende.

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Die Moral im Team ist, wie die ganzen Tage, stabil. Jeder hat sich im Griff und kann die Situation aushalten. Jetzt, mit Blick auf die Küste Zyperns, steigt die Stimmung.
„Was jetzt, wie weiter?“, die Antwort müssen wir bald geben.

Dabei zeichnen sich 2 Positionen für alle Teams ab:

–        Die Autos dem OK in der Türkei übergeben und schnell nach Hause fliegen.
Klappt das mit dem Zoll? Sind die weitergegebenen Infos diesmal verlässlich?

–        Die Autos in die EU fahren und dort loswerden. Es sind dann nochmals ca. 3.000 km und 3 Tage bis nach Hause.

Wir beschließen, die Entscheidung erst nach Stellungsnahme durch das OK in Tasucu zu treffen und uns ggf. auch zu trennen.

Die Einreise und das Entladen in Tasucu verlaufen in moderatem Tempo. Bis wir mit den anderen Teams auf dem vom OK vereinbarten Parkplatz eintreffen, löst sich die Rallye schon langsam auf.

Wir tauschen uns mit Florian Gehr und Nadir aus und treffen dann unsere Entscheidung zum weiteren Vorgehen.

Wir übergeben die Hilfsgüter für Syrien an das OK und verabschieden uns von den Teams. Für Roadbooks und Steine verbauen haben wir keine Motivation mehr.

Jede Entscheidung hat Chancen und Risiken und jeder entscheidet frei nach seinen persönlichen Möglichkeiten und Gefühlen. Claudia, Achim, Steffen, Till und Winfried haben noch Urlaub und werden 2 Autos in die EU zurückbringen. Der Weg führt gen Norden Richtung Istanbul

Bernd fährt westlich nach Antalya und wird dort das Auto an das OK übergeben.

Wir räumen die Autos aus und um. Für uns Unnötiges und für Jordanien gedachte Mitbringsel verschenken wir an die Kinder im Hafen.

Die Rallye Allgäu-Orient 2011 endet unspektakulär,  gezeichnet von den Strapazen und Eindrücken der letzten Tage.

Jordanien ist nicht erreicht! Kommt unsere zugedachte Hilfe in Syrien und Jordanien an? Vieles ist relativ. Reich sind die Erfahrungen.

Der Zeitpunkt für den Abschied kommt schnell. In dem Gefühl und der Zuversicht, uns alle in Reutlingen gesund wiederzusehen, trennen wir uns. Noch ein bisschen geht das Abenteuer für jeden weiter. Sicher gibt es noch einen schönen Abschluss mit Eindrücken, Berichten und Bildern gibt.

Liebe, treue Leser unseres BLOGs,

dies ist unser voraussichtlich letzter Bericht. Wir werden in den nächsten Tagen die Berichte der letzten Tage noch aktualisieren und auch weitere Bilder einstellen.

Wir waren überrascht, wie viel Aufmerksamkeit und wie viel Unterstützung unsere Unternehmung gefunden hat und möchten uns bei allen, die uns unterstützt und Interesse an unserer Reise hatten, herzlich bedanken. Besonderer Dank gilt auch nochmals unseren Sponsoren!!

Team 47 Ali Schwaba aus Reutlingen
Claudia Ellguth, Winfried Klein, Joachim Köcher, Bernd Nagel, Steffen Sutter, Tillmann Weeth – und von daheim aus: Annette Nagel

 

P.S. 1. Das glaube ich – die Blog-Pflegerin – ja noch nicht ganz. Ich hoffe doch, das 5er Team berichtet von seinen Erlebnissen noch. Und auch Bernd erzählt uns, wie er mit Auto im Pass, aber ohne Auto unterm Hintern durch den Zoll kam.

P.S. 2 Es gibt tolle Berichte von anderen Teams, wie sie die Tage auf dem Meer erlebt haben, z.B. den von den beiden anderen Reutlinger Teams Pferdle und Äffle unter http://www.aeffleundpferdleteam.de/

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Die Tage ohne Informationen und Handyempfang gehen in der Nacht zu Ende.

Heute Morgen 5.40 Uhr auch ein Anruf aus unserem Team!

Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut, viel Meer war mit dem Wind am Ohr nicht zu verstehen. Unter Deck ist es so heiß, dass sich dort keiner aushält.

Auch Ali Schwaba kann seine Handys am Morgen wieder in Betrieb setzen. Alle sind gesund! War es lebensgefährlich? Wer weiß das schon so genau.

In jedem Fall waren die Zustände auf dem Schiff über die 4 Tage grenzwertig.

Till nennt es: „Heilfasten mit Horizonterweiterungen“

Bis ich Berichte erhalte – falls ich das tue – ( unser Team hatte die Autos nicht auf der Fähre und somit auch nicht das Equippement, um Tagebuch zu führen), schaut euch hier die Fotos an.

Die Rallye hat ein Ende gefunden. Das Ziel Jordanien wurde nur von einem Team, das einen Syrer an Bord hatte und deshalb die Syrienroute fuhr, erreicht. Manche fliegen jetzt nach Amman. Manche fliegen nach Hause und übergeben ihr Auto in der Türkei an das OK, das sich um das Weitere kümmern wird. Und manche glauben nur noch das, was sie selbst in der Hand haben: sie fahren ihre Autos in die EU, damit sie kein Zollproblem bekommen.

Gott sei Dank! Es sind alle gesund!

Gegen 20 Uhr erfahre ich über Facebook von den ersten Verbindungen, die zustande kamen. Schon da ist ziemlich sicher: sie kommen gesund zurück! Wir sind erleichtert!


 

Tagesfüllendes Überlegen, wie man einen Toilettengang für Größeres bewältigt, wenn man wegen der mehr als 2 Zentner nicht in die Hocke kommt. Die beiden Übergewichtigen beschließen, es zu zweit zu versuchen.

 APOCALYPSO

Die MS Calypso erhält von den Teilnehmern einen neuen Name „ApoCalypso“. Wir sind nun 4 Tage in denselben Klamotten und bilden nicht nur mit dem T-Shirt eine Einheit.

Die persönliche, mentale Stärke aller Passagiere verhindert Panik. Ein gesittetes Miteinander bleibt trotz widriger Umstände möglich. „Wir können es nicht ändern, das Schiff fährt max. 16 Km/h. Es sind rund 600 Km zu bewältigen, min. 36 Std. Fahrt.“

Bernds Seekrankheit hinterlässt nun sichtbare Spuren. Er kann das Sich-Übergeben, leider bei heftigem Wind Richtung Schiff, nicht mehr verhindern. Gegen Abend geht es ihm besser und erste Scherze kommen wieder über seine Lippen.

Auch der Wind lässt jetzt endlich etwas nach und damit die Sorge, das Schiff könnte die Fahrt nicht überstehen.

Gegen 22:00 Uhr erreichen wir den südöstlichen Zipfel von Zypern. Das Gerücht, dass man wieder telefonieren können, kursiert. Alle versuchen es auf einmal. Das Schiff beginnt zu strahlen. Viele machen die Erfahrung: nur SMSen geht verlässlich. Die Hoffnung auf das Ende der Seefahrt im Verlauf des kommenden Tages steigt.

Wir verbringen die 5. Nacht auf dem Sonnendeck unter dem Sternenhimmel.
Das Wasser und die geringe Speisen sind für unsere ungeplante Diät ausreichend. Wir beginnen zu philosophieren, wie das wohl zu Zeiten der Kreuzfahrer war oder wie man sich im Gefängnis fühlt. Wir hoffen, direkt Tasucu in der Türkei anzulaufen.

Walter und die anderen Mitglieder des OK auf unserem Schiff sind genauso betroffen wie wir und tun das Wenige, was in der Lage möglich ist, die Situation und deren Wogen zu glätten.

Noch immer keine Meldungen per SMS von unserem Team.

Heute Morgen sind mir die Nerven durch – wie lange warten wir HIER eigentlich?
Woher wissen wir, was Sache ist?? Und müssten wir SINNVOLL reagieren ohne hysterisch zu sein.
Ich habe mich in Facebook eingeloggt – um zu recherchieren.

Und habe jetzt wenigstens Kontakt zu anderen Teams, die auch auf ihre Angehörigen warten.
Eins ist sicher:
die Schiffe durften den Hafen von Port Said nicht anlaufen und sind auf dem Rückweg in die Türkei.

So weit ich die Facebook-Community verstehe, haben auch ein paar Leute Kontakt zu Botschaften und zu der Reederei. Von da kam die Nachricht, dass die Schiffe ausreichend Wasser haben.

Wir sind gespannt, wann wirklich wieder Kontakt zum Team herzustellen ist und hoffen, dass alle die Odysee gut überstehen.

NACHBERICHTERSTATTUNG vom FESTLAND

In der Nacht kommt Wind auf, der sich zum Starkwind entwickelt. Hinzu kommen gelegentliche Schauer, so dass auf dem Deck kein durchgängiger Schlaf möglich ist.

Wir sind nun 72 Std. in unseren Klamotten. Der Bart wächst.

Die Versorgung auf dem Schiff lädt nicht zur Stärkung ein. Bei Bernd beginnt die Seekrankheit.
Wir hoffen auf das Anlegen in Port Said.

Um 17:00 Uhr stoppen die Schiffe: Ägypten versagt die Einfahrt. Was ist los? Nach 3 Stunden Bangen, dann die schlechte Nachricht „Zurück nach Zypern oder die Türkei“. Wir können es kaum glauben, nochmals 36 Stunden auf diesem Schiff.

Wasser und Verpflegung werden für alle rationiert. Bernds Seekrankheit wird schlimmer. Ernährung ist da keine wirkliche Frage. Da der Starkwind anhält und es auf Deck heftig schwankt, muss er die Nacht unter Deck verbringen. Es gibt nur wenig Platz und der ist in der Nähe der Toilette. Der Gestank, Lärm und der enge Raum auf dem Sitz ermöglichen keinen Schlaf.

Es ist uns nun gewiss, dass dieses Schiff nicht für diese Tour geeignet ist.

Liebe treue Leserinnen und Leser,

leider kann ich euch heute nicht einmal einen Mobilfunkbericht über die odyseehafte Seereise von Ali Schwaba geben, weil seit gestern 11 Uhr jeglicher Kontakt abgerissen ist.

Klar war da, dass die Seereise doch sehr viel längere Zeit in Anspruch nehmen wird, weil man nach einer Nachtfahrt noch immer in Sichtweite von Zypern war. Das hieß schon gestern, dass die Fahrt wohl über die angekündigten 24 Std. hinaus sich mindestens auf 36 Std. verlängern würde. Unangenehm ist das insofern, als das Team nicht an das Gepäck in den Autos kommt, die auf einem anderen Schiff geladen sind.

Sie müssen mit dem, was sie sich  für die 24 Std. mitgenommen haben, auskommen.

Wir hoffen, dass wir heute von den Abenteurern neue und vor allem gute Nachrichten erhalten.

NACHBERICHTERSTATTUNG vom FESTLAND

Erst gegen 05:00 Uhr haben die Schiffe abgelegt, so versichern wir uns am Morgen und es geht in langsamer Fahrt gen Ägypten.
Auch die 2. Nacht auf der Bank war mässig. Wir tragen nun unsere Kleider bereits 48 Std. Der Spruch „Ich werde eins mit meinem T-Shirt“ macht die Runde.

Dann kommt die Info vom OK, Einreise nach Ägypten in Bearbeitung, zusätzliche 60 € je Person einzahlen. Nachdem die Zahlung erfolgt ist, verdoppeln die Schiffe die Geschwindigkeit. Alles scheint klar, dann die Meldung: Ankunft in Port Said am 13.05.11 um 19:00 Uhr.

Till hat Geburtstag. Neben guten Glückwünschen gibt es eine Runde Kekse und Bier.

Also noch eine Nacht auf der Bank in denselben Kleidern. Das Verkneifen des Toilettengangs ist nicht mehr möglich und wird zum Gesprächs- und mentalen Thema Nr. 1.

 

Zum Glück hat es heute Nacht nicht geregnet. Gerädert wachen wir auf den Bänken auf. Die beengte Toilette lädt zu nichts ein und so ist selbst der Begriff Katzenwäsche für unsere Morgentoilette übertrieben.

Da wir in unseren Kleidern geschlafen haben und das Gepäck in den Autos auf der anderen Fähre ist, ist auch ein Wäschewechsel unmöglich.

Wider Erwarten benötigt die Entladung der Fähren nicht den ganzen Tag. Wir teilen uns auf, Claudia, Steffen und Till entscheiden sich für Entspannung. Achim, Bernd und Winfried bestreiten das angekündigte Programm der Gastgeber.

Wir werden auf Zypern herzlichst empfangen. Selbst unser OK wird vom organisierten Programm überrascht.
In Folge beginnt wieder ein Informations-Chaos. Jeder hat einen anderen Stand und keiner weiß Bescheid.

Gegen Mittag geleitet uns eine Polizeieskorte auf der Tour durch den nördlichen Teil der Insel. Der Zeitplan ist eng. Bis zum Nachmittag müssen wir zurück am Fährhafen sein.

Wie schon in Istanbul sind die Straßen für uns gesperrt, Ampeln sind mit zahlreichen Polizisten außer Kraft gesetzt und die Menschen am Straßenrand winken uns zu. Wir fühlen uns wie die Prinzen von Zamunda und sind total geplättet, wie freundlich und herzlich wir auch hier empfangen werden.

 

In Nikosia werden wir vom Bürgermeister persönlich begrüßt und der Oldtimer-Club veranstaltet uns zu Ehren ein Fest. Wir sind überwältigt! Eine vielköpfige Band spielt auf.

Leider sind wir heute weder geduscht noch frisch gekleidet, so dass wir ausreichend Abstand zu den wohl duftenden und hübsch gestylten Frauen halten müssen. Vielleicht auch gut so. Verbrennt sich schon keiner die Finger.

In einem kleineren Ort erleben wir einen 2. Empfang. Wir erhalten eine Vorführung von Schülern und können ihnen, Gott sei Dank, mit unseren Blöcken und Malstiften eine Freude machen.

Wir erhalten den Auftrag: „Denkt an Zypern und seid Botschafter für unser Land!“

 

Die Insel ist wunderschön. Ein Glück sind wir zu diesem Umweg gezwungen. Wir kommen gern einmal wieder!

Am Abend wird das Programm – wider Erwarten – nicht mehr geändert.

Die Zyprioten sind gut organisiert und ehe wir uns versehen, sind die Autos wieder auf der Ro/Ro Mersin und wir auf der MS Calypso. Um 21:00 Uhr sind wir bereit zum Auslaufen. Beim Einfahren auf die Fähren erhalten wir ein Update durch das OK: Israel hat die Einreisegenehmigung definitiv zurückgezogen, neues Ziel Port Said in Ägypten. Wir haben keine Infos, was das an Fahrzeit bedeutet und so beginnen die Spekulationen. Wir sind für eine Tagestour ausgerüstet.

Bisher sind wir ca. 4.200 km gefahren und haben je Auto ca. 500 l Super verbraucht. Die Autos funktionieren tadellos. Unsere BMWs sind gern gesehen und bewundert. Auch das professionelle Design wird von Kennern bemerkt.

 Eine 2. Nacht mit Blick in den großen Sternenhimmel.

Es geht nach Port Said in Ägypten.

Von Mersin nach Tasucu und nachts nach Zypern

Es scheint die Sonne und ist warm. Nach Tasucu ist es ein Katzensprung. Daher halten wir unterwegs an und trinken mit Team 11 zusammen gemütlich einen Kaffee.

Tasucu ist ein kleiner Ort, der schön am Meer liegt und für eine deutsch-österreichisch-schweizerische Enklave von ca. 60 Rentnern der Geheimtipp ist.

Auch wir baden im Meer oder halten zumindest die Zehen rein. Das Wasser hat sicher schon über 20 °C. Nach einem Vesper begeben wir uns an den Parkplatz für die Fähre.

Wir treffen um 14.30 Uhr ein. Treffpunkt ist auf 15.00 Uhr terminiert. Die gute Nachricht: Das OK ist vor Ort.

Die schlechte : wir werden NICHT nach Israel fahren. Die Israelis haben die Einreisegenehmigung wieder zurückgezogen.
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Sind das unberechenbare Behörden, schlechte Organisation oder vielleicht bewusst eine verschleiernde Informationspolitik?

Wir sind uns inzwischen nicht mehr ganz sicher, wie das Spiel läuft und manchmal wissen wir auch nicht, ob wir es noch gerne mitspielen.

Wieder ist Warten angesagt.

Es warten mehr als 300 Auto und mehr als 600 Menschen auf einem Parkplatz, der nicht für besonders lange Wartezeiten ausgelegt ist. Zumindest gibt es weder Toiletten noch einen Kiosk  oder ähnliches in der Nähe. Und es wird jetzt ganz gut warm.

Am Spätnachmittag wird klar, dass wir um 1.30 Uhr mit der Fähre nach Zypern fahren werden. Die Autos sollen in zwei großen Gruppen verladen werden.

Vom OK werden Daten eingeholt: Autos, Kennzeichen, Fahrer.
? Das hatten wir doch alles zu Beginn der Rallye abgeliefert und auf der Website dokumentiert! Da könnte man es sich, bei guter Organisation, mit wenigen Klicks herholen.
Aber das ist wohl zu professionell gedacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Allgäu-Orient-Rallye läuft das anders.

Um 21:00 Uhr beginnt endlich die Prozedur der Verzollung und des Ladens.

Es ist kurz vor Mitternacht, als wir die Ausreiseformalitäten hinter uns haben und unsere Reisepässe mit Stempeln gepflastert sind.

Wie schon so oft, lässt die Organisation zu wünschen übrig: die Fahrzeuge, die zuerst am Parkplatz eintrafen, sollen zuerst auf die Fähre dürfen. Nicht die, die zuerst fahren könnten. So müssen alle anderen warten, bis die ersten „gerichtet“ sind. Unser Team ergreift die Initiative und managed das Bilden einer Gasse und verhindert so, dass das Durcheinander zum Stillstand führt.

Wir fahren unsere Fahrzeuge auf die Ro/Ro Merzin. Danach werden wir Fahrer zur Calypso transferiert, auf der die Beifahrer schon warten.

Die Calypso ist eine relativ kleine Fähre und scheint für den Nahverkehr nach Zypern ausreichend. Weit nach Mitternacht, gegen 3:00 Uhr legen wir endlich ab nach Kyrenia auf Zypern.
An Board gibt es keine Schlafmöglichkeiten. Wir legen uns auf dem Sonnendeck auf Bänken in unseren Schlafsäcken zur Ruhe. Viel erholsamen Schlaf gibt das nicht.

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Wir wollten das Abenteuer und wir bekommen es!
Ägypten ist unser neues Ziel. Fragt sich nur, wie lange?

 

Endlich beginnt der Tag mit Sonnenschein. Die Dusche in unserem Hotel liefert sogar warmes Wasser und einen guten Duschstrahl. Der Tag kann beginnen.

Da die Etappe nach Mersin nur ca. 70 km beträgt, lassen wir es langsam angehen.

Auf dem Weg nach Mersin begeistert uns vor allem das Panorama mit den Schnee bedeckten Bergen so nah am Meer.

Mersin ist eine Stadt mit ca. 840.000 Einwohnern. Trotz der Kilometer langen Uferpromenade gibt es wenig internationalen Tourismus. Dieser findet in Antalya statt. Die Menschen sind uns gegenüber nicht so offen. Der Anteil konservativer Türken ist sichtbar höher als in Adana. Wir machen das an der Anzahl Frauen mit Kopftüchern und dem geringen Anteil weiblicher Restaurant-Gäste fest.

Mersin steigt heute in die erste Türkische Fußball-Liga auf. Entsprechend wird mit Autokorsos gefeiert. Die Feier führt für uns zur Aufteilung des Teams und es dauert fast eine Stunde bis wir wieder am Eingang zum Hafen zusammenfinden. Dort treffen wir endlich wieder auf das OK.

Wir – gespannt auf das Verladen der Autos – erfahren nun, dass das Ablegen um 15 Stunden verschoben und nach Tasucu verlegt wurde.

Positive Nachricht, die Einreise nach Israel ist laut Wilfried Gehr sichergestellt. Schau mer mal!

 

Wir starten bei grauem, aber wenigstens trockenem Wetter weiter östlich in das bergige Anatolien. Die Berge um uns ragen bis über 3.900 m hinauf. Leider hängen die grauen Wolken so tief, dass wir die Gipfel nicht sehen können.

Die Straßen sind sehr gut. 2-spurig mit wenigen Löchern und so kommen wir gut voran. Auf Pässen mit 1.600 und 1.800m sinken die Temperaturen auf 2 °C. Es fallen einzelne Schneeflocken.

Die Städte, die wir passieren, sind in einem guten Zustand. Unsere Vorurteile werden nicht erfüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Ca. 100 km vor Kahramanmaras wechselt das Landschaftsbild. Die Berge werden schroffer und die Orte werden ärmlich. Auch die Straße befindet sich noch im Bau. Hier ist die Modernisierung noch nicht angekommen.

Gegen Mittag erreichen wir Kahramanmaras, eine Stadt mit ca. 400.000 Einwohnern. Endlich Sonne, die Stimmung steigt und das Thermometer erklimmt die 24 °C. Wir suchen ca. 1 Std. den Einstieg in eine landschaftlich schöne Bergstrecke. Schließlich können Till und Steffen in perfektem Türkisch klären, dass die Straße einem Kanal weichen musste.

 

Gegen Abend erreichen wir Adana. Adana hat ca. 1.5 Mio. Einwohner. Uns erscheint die Stadt sehr modern, die Frauen selbstbewusst. Die Suche nach einem Hotel ist aufgrund mehrerer Hochzeiten sehr schwierig. Dabei verlieren wir auch noch den Kontakt zum 3. Fahrzeug. Eine längere Suche beginnt. Schließlich findet alles ein gutes Ende in einem in Renovierung befindlichen Hotel.

Mit dem Taxi geht es zu einem auf der Suche bemerkten Restaurant mit Garten. Dort gibt es Pizza und Pasta als Abwechslung zum sonstigen gegrillten Fleisch.

Morgen geht es weiter nach Mersin und auf die Fähre nach Zypern (In Shallah).

 

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Ausnahmsweise wurden wir heute von Sonnenstrahlen wachgekitzelt und von unserem kuscheligen Schlafplatz auf der obersten Tribüne, wo sonst auch mal gerne eine Militärparade abgenommen wird, konnten wir den „million-dollar-view“ über das gesamte Gelände genießen.

Noch in der Nacht hat uns das OK auf den neuesten Stand gebracht, wie es mit der Weiterreise steht: Die gute Nachricht: man konnte sich mit einem Reeder auf einen fairen Preis für eine Überfahrt Mersin (Türkei) – Zypern- Haifa (Israel) einigen. Die schlechte: Die Ein- und Durchreise durch Israel ist alles andere als gesichert.

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Wir haben uns entschlossen, erst mal bis Mersin zu fahren (Meer ist immer gut und es besteht Hoffnung auf Sonne) und dann zu entscheiden, wie und ob es weitergeht.

Da uns das OK gebeten hat, unseren Teil des Fährgelds in bar zu bezahlen, haben wir sogar gelernt, in Ankara U-Bahn zu fahren. Nachdem wir diesen Teil erfolgreich und völlig ohne Panne gemeistert hatten, konnten wir uns endlich wieder in unsere giftgrünen Kilometerfresser schwingen.

In voller Euphorie und wie immer souverän vom Käpt´n gelotst, machten wir uns auf den Weg nach Süden – der Sonne entgegen, wie wir dachten. Ein etwas zu spontanes Abbiegemanöver (gaaaaanz links nach gaaaanz recht auf 5 Metern) bremste jedoch den Schaum, weil unser Fahrstil wohl sogar den Türken zu türkisch war und ein Eingeborener das Heck unserer Limousine rammte. Der erste Schreck machte jedoch glücklicherweise relativ schnell der Erleichterung über die Unversehrtheit von Mannschaft und Material Platz. Das Fahrzeug unseres Unfallpartners – ein französisches Fabrikat – war jedoch deutlich gezeichnet … Steffen und Achim klärten die Situation souverän und schnell und innerhalb weniger Minuten konnten wir die Fahrt fortsetzen.

Unter dem Eindruck unseres „Crashtests“ machten wir uns mit angepasster Geschwindigkeit auf den Weg nach Kappadokien. Unterwegs trafen wir auf etliche Teams, die etwas zu flott unterwegs waren und die Säckel der örtlichen Kämmereien füllen durften. Wir beschränkten unseren Kontakt zur Polizei auf den Austausch von Süßigkeiten (ohne die geht hier gar nichts) und Smalltalk in Zeichensprache.

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In der Innenstadt von Kirsehir nehmen wir unser traditionelles türkisches Lamm-Mittagessen ein (lecker!), um dann die berühmten „Fairy Chimneys“ im Nationalpark Göreme zu besichtigen. Der Nationalpark gehört zusammen mit anderen Felsendenkmälern von Kappadokien seit 1985 zum Weltkultur- und Naturerbe gehört.
Eindrucksvoll, die markanten Tuffsteinformationen, die teilweise ausgehöhlt und bewohnt sind!

Dann setzte wieder heftiger Regen ein – wir hatten ihn schon vermisst – und wir machten Halt in Kayseri, der Hauptstadt der Region. Kaum aus dem Auto gestiegen, Obolus beim Parkwächter abgegeben, schon fielen wir einem örtlichem Teppichhändler in die Hände, der uns neben einer Führung durch die Karawanserei und obligatorischen Tee seine Waren feilbot. Wir sind stolz berichten zu können: Er hat es nicht geschafft, uns einen Teppich zu verkaufen. Hauptsächlich wohl, weil sich die Männer einig waren, dass wir zum Thema Einrichtung nichts zu sagen haben …

Zuletzt verhandelte unser Jüngster (Steffen) noch einen „good price“ in einer Pension (immerhin zwei volle Sterne), so dass wir heute Nacht warm und trocken bleiben.

07.30 Uhr Erstes Wecken in Asien.

Was sagt der Blick aus dem Fenster?
Regen… Regen… Regen.

Egal, der Weckruf gilt. Das Frühstück in Izmit ist recht karg… macht aber satt.

Über Arifiye, Dünzce, Bolu und Kizilcahamam geht es nach Ankara. Man kann durch den Regen die Landschaft nur erahnen. Als der Nebel sich nach über 1500 Höhenmeter endlich lichtet, können wir die grün bewachsenen und von Kühen beweideten Wiesen und Hängen doch sehen. 

Eine reizvolle, mitunter traumhafte Landschaft zieht sich, soweit das Auge reicht.

Die Autos laufen ordentlich, aber die Schlaglöcher werden nicht weniger.

In Ankara angekommen, passen wir uns wieder schnell an den unglaublichen Stadtverkehr an. Wir kennen ihn ja schon von Istanbul. Stoßstange an Stoßstange, überall lebensmüde Fußgänger, die sechsspurige Schnellstraßen in Horden überqueren. Aber irgendwie scheint hier alles zu funktionieren.

Die Tagesaufgabe besteht darin die „Burg Ankara“ mit dem Auto zu „besteigen“ und dort oben in einem Imbiss einen Tee zu trinken. Die Bilder sprechen für sich…

 

 

 

 

 

 

 

Steile und enge Gassen  haben uns mit einer fantastischen Rundumaussicht über die Stadt belohnt. Wir holen uns den Stempel für unser Roadbook ab.

Anschließend fahren wir wieder durch den chaotischen Stadtverkehr zu unserem Tagesziel, dem Hypodrom. Hier trifft sich nun die gesamte Rallye-Meute und lässt den Tag entspannt ausklingen. Ein paar Teams nutzen die flugfeldgroße Freifläche für Beschleunigungstests und kleinere Wettrennen.

Übernachtet wird heute nicht im Hotel, sondern im Zelt oder Auto.

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PS: Unsere finnischen Freunde haben sogar ihre Sauna mitgebracht und auch schon in Gang gesetzt  ..ohne Witz!

5. Tag: 4.5. ISTANBUL

Wir hören, dass in Deutschland die Sonne scheint. Bei uns regnet es mal wieder. Schade!

Als wir bei Tagesanbruch an Winnis Wagen kommen, hat diesen ein K.O-Schlag der Sonderklasse ereilt: Die Kühlbox war über Nacht noch angeschlossen. Die Autobatterie ist leer und das Auto lässt sich nicht mal mehr aufschließen.

 

 

 Zum Glück sind fachkundige Mechaniker nicht weit. Sie öffnen das Auto in Minuten Schnelle und so können wir mittels Starthilfekabel den Wagen wieder anlassen. Enttäuscht stellen wir nach all der Mühe fest, dass die Kühlbox völlig leer und das verbliebene Bier in Bernds Wagen gut gewärmt auf uns wartete.

 

 

Die Aufgabe für Istanbul, eine Flasche Bier an einen biertrinkenden Türken zu verschenken, erledigen wir in der Nähe der umliegenden Bars.

Wir warten auf 12:00 Uhr. Eine Ansprache des Istanbuler Bürgermeisters – wie heißt er noch? – ist angesagt. Sie wird auf 13:00 Uhr verlegt und findet endlich um 15:30 Uhr statt.
Was sie uns gesagt haben? Der Bürgermeister von Istanbul und ein Repräsentant der Regierung wünschen uns viel Glück! Dafür haben wir 4 Stunden gewartet.

Istanbul ist eine gigantische Stadt: pulsierend, laut, voll, vielfältig. Wir haben viel zu wenig gesehen und müssen unbedingt noch einmal hin!

Die Menschen sind alle wahnsinnig nett, aufgeschlossen und hilfsbereit. Wir haben den Eindruck, wir sind überall herzlich willkommen.

 

 

  

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Die Abläufe der Rallye schränken uns zeitlich ein und ein Großteil des Tages vergeht mit Warten. nützen wir den Tag wetterbedingt auch zur Erholung von Mensch und Maschinen.

Um 16:16 Uhr findet der Le Mans-Start an der Blauen Moschee statt. Wir rennen zu den Autos und fahren durch die für uns gesperrte Altstadt und den angehaltenen Berufsverkehr auf die Fähre in den asiatischen Teil der Stadt.
Beeindruckend! Wahnsinnig!

Von dort in Konvoi zum Stadion von Fernabace Istanbul. Der Konvoi reißt am österreichischen Team vor uns ab. Die Kollegen sind verloren. Wir übernehmen die Führung und bringen den Tross ans Ziel. Am nahenden Wochenende findet ein FormeI 1-Rennen in Istanbul statt.

Die Einladung ins Stadion zu einem Benefiz-Spiel von Fenerbace ist kein wirklicher Reißer! Wir bilden die wesentliche Masse der Zuschauer. Das Ticket im Hinblick auf einen guten Zweck bezahlen wir gerne, jedoch ist das OK nicht gut organisiert. Das geplante Singen der Hymne des Fussballclubs Fenerbace fällt aus, der Tausch der Wimpel ist nicht möglich. Das Ganze erhält den Beigeschmack der Abzocke.
Zur Halbzeit verlassen wir das Stadion etwas frustriert und entscheiden uns zur Weiterfahrt Richtung Ankara.

Wir finden nach längerer Suche in der Nähe von Izmit ein Hotel. Die „Flying Finns“ sind unsere Nachbarn und so gehen wir gemeinsam in die gegenüber dem Hotel liegende Bar. Bei türkischer Live-Music wird es alkoholhaltig und sehr ausgelassen.

Morgen geht es weiter nach Ankara. Ach ja, es regnet wieder.

 

 

Wir starten in inzwischen gewohntem Rhythmus um 07:00 Uhr. Till kocht seinen begehrten Kaffee und dann geht es los. Kurz nach dem Start beginnt es wieder zu regnen. Der stetige Wechsel von Sonne und Regen ist heute unser Begleiter.

 

 

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Die bulgarischen Landstraßen mit den tiefen Schlaglöchern sind wir inzwischen gewohnt, genauso wie den Verzicht auf Mittagessen und ausgedehnte Pausen.
Nach ca. 250 km erreichen wir gegen Mittag die türkische Grenze und zwar ausschließlich auf der Landstraße. Selbst das kurze Stück Autobahn vor der Grenze bei Edirne haben wir uns verkniffen. Das Prozedere an der Grenze dauert ca. 30 Minuten. Das Warten wird mit einer Autobahn ähnlichen Landstraße von Edirne bis Istanbul belohnt.
Wir erreichen Istanbul zur Rush Hour und kämpfen uns durch den Verkehr. Auf der Suche nach der Sultan-Ahmed-Moschee werden wir an einer Gabelung getrennt. Till und Achim fahren direkt zum Tagesziel und treffen als 2. Team ein. Die anderen vier machen eine erlebnisreiche Rundfahrt durch Istanbul und insbesondere seiner Altstadt. Schließlich treffen wir Till und Achim gegen 18:00 Uhr auf dem extra für die Rallye reservierten Platz vor der Sultan-Ahmed-Moschee wieder.


 

 

 

 

 

 

Die Freude über das Erreichen des Tagesziels ist riesig und wird sofort vom türkischen Fernsehen dokumentiert.

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Leider trübt der einsetzende Regen den herzlichen Empfang und die geplante Party.
Auch für diese Nacht finden wir ein adäquates Hotel und nach einem opulenten Mahl (osmanische Küche) endet ein beglückender Tag.

ISTANBUL ERREICHT

Heute Nachmittag erreichte ein Telefonanruf den Reutlinger Lerchenbuckel:
ISTANBUL  ERREICHT!
Als Tean 47 gestartet; als 2. Team auf dem Platz vor der
BLAUEN MOSCHEE eingelaufen.
Die Stadt ist ein WAHNSINN! Wer sie nicht kennt, nichts wie hin!

Morgen mehr vom Tag!

Wir starten bei Regen in Lubjoi nach Süden zur Donau in die Sonne.

Wir fahren auf einer von der EU mitbezahlten, guten Landstraße. Das erwartetete Rumänien-Schlagloch Feeling stellt sich erst auf den letzten, im Umbau befindlichen Kilometern ein. Nach Geldwechsel bei der Transilvanischen Bank, trinken wir einen gemütlichen Kaffee am Donau-Ufer.

Nördlich von Drobeta-Turnu Severin gehen wir über die Grenze nach Serbien. Die Zöllner sind freundlich, gehen ihrer Aufgabe nach und lassen uns in Ruhe. In Serbien helfen uns die Techniker an einer Tankstelle, die Tagesaufgabe „Drosselklappe“ in Landessprache zu übersetzen. Auf einer guten Straße geht es nach Negotin an die Bulgarische Grenze. Die Zöllner mustern uns freundlich und sind doch sehr verwundert über unser Vorhaben.

In der landesüblichen Geschwindigkeit reisen wir ohne zusätzliche Anstrengungen in Bulgarien ein.

Der Straßenzustand ändert buchstäblich auf einen Schlag! Tiefe Schlaglöcher, völlig überraschend und unerwartet begleiten uns auf vielen Kilometern. Dazwischen Pferdefuhrwerke und andere Tiere. Die Geschwindigkeit reduziert sich an vielen Stellen auf 30 km. Da wird sich das Ententeam freuen. Von Montana über die B81 erreichen wir endlich gegen Abend Sofia. Gerade erst 3/4 Drittel des Tagesziels. Wir planen um und entscheiden, den Weg über Griechenland auszulassen und direkt die Türkei anzusteuern.

Eine abenteuerliche Abend- und Nachfahrt beginnt. Gegen 22:00 Uhr Ortszeit erreichen wir Kedelec.

Auf der Suche nach einem Hotel treffen wir an der Tankstelle einen Bulgaren. Sein Englisch und seine Freundlichkeit schaffen genug Vertrauen bei Till und Bernd. Wir folgen ihm 9 Kilometer auf einen Berg. Unterwegs wird es uns dann doch etwas mulmig, ob wir nicht zu viel vertraut haben. Doch dann stehen wir vor einem tollen Hotel und die Nacht ist gerettet. Alles oder Nichts – Es ist eine Wucht!

Wir beginnen den Tag bei Sonnenschein auf dem Campingplatz in Maribor.

Bei Tageslicht wird sichtbar, dass wir unweit der Weltcup-Piste nächtigten.
Gestärkt durch Tills Kaffee sind wir schnell reisebereit.

Es geht südlich nach Kroatien durch bergiges Gelände. Die Kilometer sind mühsam. Viele Dörfer und Zone 40 machen uns mürbe. Endlich erreichen wir bei Blacs Ungarn.

Aufgabe: Postkarte an Kahlen – erledigt

Aufgabe: Team mit Steinen in einer geschlossenen Telefonzelle    – erledigt

Durch Ungarn geht es besser voran. Schließlich gönnen wir uns ein Abendessen in Szeged. Natürlich gibt es Gulasch.

Weiter geht es nach Rumänien. Nach einer wilden Nachtfahrt erreichen wir Lugoj und finden ein Hotel im Rahmen unseres Budgets.

Das Tagesziel Caransebes verfehlen wir um 50 km. Morgen geht es früh weiter.

Um 6:00 Uhr klingelt der Wecker. Fahrzeuge auf dem Startplatz parken, Weisswurst-Frühstück und dann ab 8:08 Uhr nehmen die Dinge ihren Lauf. 

 Viele verrückte Leute, noch verrücktere Autos, ein Team hat sogar eine Außentoilette an ihren Wagen gebaut. Und die eigenen Autos hinter dem Ortsschild von Oberstaufen wiederfinden, weil die Schlange vor uns schon so lang ist.

Kurz vor 10:00 Uhr fahren wir über die Startrampe.

Das Abenteuer beginnt.

 

 

 

   

 

Aufgabe:  Roadbook auf dem Alpsee abholen.
Wir sind verdammt schnell und dank dem Einsatz von Steffen machen wir gleich 10 Startplätze gut. 

Aufgabe Steine sammeln

Aufgabe: Steine kennzeichnen und Fertigmörtel aufladen

 

 

 

 

  1. Aufgabe Schnitzel–Maß
    Das Team arbeitet flott. Beim Verzehr der Schnitzel auf dem Oberjochpass treffen wir Team 21.

Weiter geht es nach Österreich über den Fernpass und den Brenner nach Italien.

Dann ins Pustertal und bei Innichen wieder nach Österreich. Wieder Treffen wir Team 21 Dessert Monkeys. 60 Km durch Kärnten fahren wir hinter Team 94 den Wüstensanitäter  und dem Bus der Ulmer-Bus Spatzen. Endlich wird es 2-spurig und wir ziehen vorbei.

Am Wörthersee vorbei nach Klagenfurt, der sms-Aufruf „Aua, Pippi, Kalt“  bringt uns zu Mc Donalds.
Endlich ein Hot-Spot und wir können Mails versenden.

Das Team brennt darauf, das Tagesziel MARIBOR zu erreichen. Um 22:30 erreichen wir den Campingplatz in Maribor. Aufbauen und ein Schlummertrunk, dann beginnt die Nacht.

 

 

 

 

 

 

 

29.04.11              Anreise Oberstaufen

Wir starten bei Sonnenschein und Frühsommerlichen Temperaturen in RT.
In Kempten als wir Steffen an Board holen, regnet  es. Der Regen bleibt den ganzen Abend.

Als wir in Oberstaufen eintreffen, sind wir überflutet von den Eindrücken der Rallye-Verrückten.
Nach den sehr kurzen Formalitäten und sehr sparsamen Informationen steigt die Abschiedsparty.

Langsam wird es uns mulmig. Auf was haben wir uns wohl eingelassen?

Für alle Interessierte:

Der Start der Allgäu-Orient Rallye 2011 findet statt am

30.04.2011, ab 08:08 Uhr

Kurpark, Oberstaufen

Ali-Schwaba in der Presse

Es ist uns gelungen die öffentliche Aufmerksamkeit zu wecken:

Reutlinger General Anzeiger (GEA) am 29.03.2011

Südwestpresse am 29.03.2011

Reutlinger Wochenblatt am 14.04.2011

 

Am 26.3.2011 war das Team Ali Schwaba mit seinen 3 toll gestylten 5er Oldies und einem Stand beim Autohaus Menton vertreten. Es wurden türkische Spezialitäten, Kuchen und andere Leckereien angeboten.

Mit einer Unterschriftenaktion  auf den Autos „Für 5,- € sind Sie Mit-Fahrer“ wurde um weitere Teamunterstützung geworben. Das Team ist in Aufbruchsstimmung: noch 33 Tage bis zum Start in Oberstaufen.

Florian Gehr, Mitglied des Organisationskomitees, der einen Besuch abstattete, beruhigte besorgte Geister, die sich nach der Sicherheit der Rallye erkundigten. Sie vom OK beobachten die Situation in Syrien und Jordanien aus nächster Nähe und hätten für den schlimmsten Fall der Fälle – eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes – einen Plan B und C in der Tasche.

Das Team und die Sponsoren haben sich sehr gefreut, dass auch die Reutlinger Nachrichten und das RTF1 einen Besuch gemacht haben und hoffentlich einen Bericht bringen werden.

Gutes Omen für das Team: das Wetter war der Aktion sehr hold.
Erst als am Spätnachmittag alles wieder sicher  in den Autos verstaut war, fing es an zu schütten.

Ali Schwaba in voller MonturAm Samstag, den 12.3.2011 wurden die 6-Zylinder-Oldies bei der Fahrt nach Steibis zur Teampräsentation ausgiebig gestestet.
Das komplette Team war angereist und genoss einen turbulenten Abend in einer völlig überfüllten Festhalle. Klasse war die Kreativität, mit der sich die Teams präsentierten. Teams wie Kuh-Weid, TrAUDI, Camello Yellow beeindrucken schon mit ihrem Namen.Das Team „Ulmer Spatzen Bus“ reiste tatsächlich im Linienbus an und wird mit diesem auf der Strecke Oberstaufen-Amman das kühle Bier transportieren und gestrandete Fahrer aufnehmen. Wir sind gespannt, wie voll der Bus wird. Wir hoffen nicht, dass einer von uns darin auftaucht. 

TT: Till on Tour:

 

 

 

 

 

 

Team „in action“

 

 

 

 

 

 

 

PUBLISHINGpur hat ihr Können bewiesen und die grünen Frösche in Bestien verwandelt.
Einfach fantastisch! Herzlichen Dank an Frau Härtling und ihr Team!

Mal-Tag!

Die Einladung:  … Wir würden uns dann am Samstag  (19.02.) um 8.30 Uhr bei der Fa. Menton treffen und unseren Event starten.

Die Aufgabenstellung: Einheitlicher Look für 3 betagte 5er BMWs

Vorher:

… und Action!

 

 

 

 

 

 


 Nacher: Aber Hallo!

Die strahlenden Helden + Achim an der Kamera:

Zulassung Fahrzeuge

Annette hat sich geopfert. Tapfer kämpft sie sich duch den Bürokratie- und Versicherungs-Dschungel.
Am Ende ist sie siegreich und kommt mit 3 Zulassungen zurück.
Die Kennzeichen RT-ME 555, RT-ME 556, RT-ME 557 gehören nun Ali Schwaba.
Annette ist der Held des Tages.
Herzlichen Dank!

Die Teamkleidung ist eingetroffen, sponsored by nagelnetzwerke.

6 Sätze bestehend aus Westen, Hemden und Poloshirts stehen nun für offizielle Anlässe und die Rallye bereit.

Herzlichen Dank!

Wow! LGI sponsort!

LGI Logistic Group International sponsort Ali Schwaba mit einem grosszügigen Beitrag zur Teamkasse. Damit können wir die Treibstoff-hungrigen Autos der 90er füttern.
Herzlichen Dank!

PUBLISHINGpur aus Grafenberg ist hell begeistert, dass Ali Schwaba sich zum Allgäu-Orient Abenteuer aufmacht. Das muss unterstützt werden, meinte Frau Härtling!!
PUBLISHINGpur sponsort das Design und die Beschriftung der Fahrzeuge.
Wir sagen herzlichst DANKE!

Boah ey! Die Autos sind da!

Herzlichen Dank an MENTON Automobilcenter!

Die Autos sind jetzt ausgewählt und werden für die Rallye bereit gemacht.
Zur Besichtigung in Reutlingen waren zwei Fahrzeuge vor Ort, das dritte (5er Limo) steht in Tübingen.

Wir präsentieren:

In feurigem Bordeauxrot mit schnittigen Rallyestreifen in rostbraun: Unser Flaggschiff! Ein 525 xi (wobei das x für ALLRADANTRIEB steht) mit knapp 190 tkm auf der Uhr und kuscheligem Wurzelholzinterieur.

In dezentem Blau gehalten ein 518i mit bescheidenen 300 tkm, ebenfalls geschmackvollen Holzapplikationen und Autotelefon. 🙂

Team komplett!

Willkommen im Team, nun sind wir zu sechst!

Steffen Sutter, gebürtiger Schwabe im Allgäu lebend,  komplettiert das Team und senkt unseren Altersschnitt.

Weiteres siehe:
http://www.ali-schwaba.de/wp/?page_id=21

Noch nicht gestartet können wir bereits die erste Mission >Nähmaschinen< erfolgreich abschließen.

Dank sehr guter Kontakte von Achim zu einer Lehrerin einer Hauswirtschaftsschule
ist er in den Katakomben ihrer Schule gewesen und hat fünf funktionstüchtige Nähmaschinen erhalten.

Alle nochmal angeschlossen, geprüft und mit dem Segen der Lehrerin empfangen.
Die Nähmaschinen sind sämtlich alle ausgemustert – es ist auch mit der Schulleitung besprochen … also alles legal 🙂

Herzlichen Dank!

Am 20.11.2010 war das Team und seine UnterstützerInnen bei Till zu einem opulenten, noch italienischen Hauptmahl eingeladen. Wir speisten umringt von süßen Haushäschen mit einem 4 Gänge-Menü, das keine Wünsche offen ließ.
Gratulation an den Koch! Wir haben schon lange nicht mehr so gut und vor allem gemütlich-fröhlich geschmaust.
Nun haben alle noch mehr Appetit auf die Rallye und sind vor allem beruhigt, dass bei solchen Kochkünsten das leibliche Wohl sicher nicht auf der Strecke bleibt.

Bilder:

MENTON Automobilcenter unterstützt Ali Schwaba als Hauptsponsor

Wir haben einen Hauptsponsor gefunden. TOLL!! Die Firma MENTON Automobilcenter wird uns mit BMWs und Teamkleidung unterstützen. Wir vertrauen auf die Mobility Garantie und sind siegessicher.

 

Das halbe Team machte sich auf den Weg nach Oberstaufen.
Dort trafen wir ein freundliches und sympathisches OK und eine Menge Gleichgesinnter.

Die Stimmung war super. Das OK und ehemalige Teilnehmer beantworteten fast jede Frage. Der Glanz in ihren Augen und die Begeisterung, wenn sie von der Ralley 2009 berichteten, macht Appetit auf mehr. Am Liebsten würden wir gleich aufbrechen, doch stopp! … Wir  müssen uns noch ein bisschen vorbereiten.

Sponsoren gesucht!

Für den guten Zweck der Ralley – Unterstützung des World Food Programms der United Nations – freuen wir uns über jeden Spender, der uns unterstützt.

Außerdem suchen wir Nähmaschinen, auch ältere, aber bitte funktionstüchtige Modelle, die wir in Syrien an ein Kinderheim übergeben wollen.
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